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Die Erwartungen, die nun rund um das Lit-Team und speziell gegenüber Kamann entstehen, sieht die Sportliche Leiterin Andrea Leiding gelassen. „Klar sind wir jetzt der Favorit der Liga. Wir nehmen das an. Beeinflussen können wir es nicht. Bei Ann-Cathrin müssen wir abwarten, wie es läuft“, dämpft Leiding in dieser Personalie vorerst die Ansprüche.

Gleichsam beschreibt Leiding positive erste Eindrücke: „Sie hinterlässt sie einen fitten Eindruck. Und sie wird mit ihrer Leistungsbereitschaft aus dem Profihandball die Mentalität innerhalb unseres Teams noch einmal erhöhen.“ Kamann, die sich „super aufgenommen“ fühlt, möchte in jedem Fall nicht die Alleinunterhalterin sein. „Mein Ziel ist, alle im Team besser zu machen.“

Neben Kamann erhielt Lit weiteren Zuwachs. Miriam Bolduan wechselt trotz einer schweren Knieverletzung vom letztjährigen Ligarivalen TuS Nettelstedt zu Lit. „Sie bekommt alle Zeit der Welt. Wir werden sie genauso behutsam wie Vanessa Fischer, die auch verletzt zu uns wechselte, aufbauen“, meint Benecke. Leiding, die die flinke Rückraumspielerin auch vom Beachhandball-Team Strandgeflüster her kennt, freut sich über den Zugang: „Sie ist ehrgeizig und hat einen feinen Charakter. Ist sie fit, bringt sie weitere Qualität ins Team.“

Das würde für Leonie Wöbking auch gelten. Die frühere HSV Minden-Nord-Spielerin studiert derzeit noch in Frankreich. Dass ihre Verpflichtung, so wie es Gerüchte kolportierten, perfekt sei, bestätigt Benecke nicht: „Leonie hat noch nicht zugesagt. Sollte sie in den Kreis zurückkehren , stehen wir oben auf ihrem Zettel. Diese Zusage habe ich.“

Dem HSV Minden-Nord spielte der Zufall ebenfalls in die Karten. Nach Josi Kelle vom TSV Hahlen und Sarah Kehde vom TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck konnte der Oberligist die norwegische Torfrau Beata Dahle für sich gewinnen. Sie stand bis vergangenen Februar beim Erstligisten Glasverket IF Drammen unter Vertrag.

In Norwegen, in dem der Frauenhandball einen deutlich höheren Stellenwert genießt als hierzulande, erreichte der Verein in den vergangenen drei Spielzeiten durchgängig Top-Platzierungen.

„Ihre technische Ausbildung ist natürlich top. Aber nach der Pause muss sie ihr Stellungsspiel erst wieder finden“, beschreibt HSV-Trainer Olaf Grintz die ersten sportlichen Eindrücke. Die menschlichen sind durchweg positiv: „Sie hat eine offene Art und hat sich schnell eingefunden.“ Grintz ist sich sicher, dass die Lebensgefährtin des neuen GWD-Rechtsaußen Kevin Gulliksen eine Verstärkung sein wird. Er sagt aber: „Sie hält nur so gut, wie die Abwehr vor ihr steht. Wie schwer die Umstellung vom Profi- zum Amateurhandball fällt, müssen wir abwarten.“

Zudem muss Dahle die Sprachbarriere abbauen. „Wir müssen uns möglichst schnell einige Schlüsselbegriffe erarbeiten, damit sie die Abwehr dirigieren kann“, sieht Grintz in dieser Angelegenheit die Torhüterin nicht alleine in der Pflicht. (cb)

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